Negen Stücken 7

Der wohl etwas merkwürdige - plattdütsche - Name hat auch eine Bedeutung.

Eines vorweg: Bis vor kurzem war das ganze Gelände hier Ackerland.

Der Name geht - ebenso wie die Namen der Nachbarstraßen ("Up'n Ackern" und "Up'n Drösch") auf frühere Flurbezeichnungen zurück. Will heißen: Bevor man zu der etwas unromantischen Unterteilung "Gemarkung Name, Flur Nr., Flurstück Nr." kam, half man sich im Katasteramt beim Ackerland mit "volkstümlichen" Bezeichnungen, die zum Beispiel auf den Eigentümer hindeuteten. Der Name "Negen Stücken" war aus diesem Grunde schon seit langer Zeit für dieses Fleckchen Erde gebräuchlich und sollte wohl nicht in Vergessenheit geraten.

Dass das Wort "Negen Stücken" soviel wie "Neue" (= neu erschlossene) Stücke" heißt, klingt naheliegend, ist aber nur ein Gerücht.

Es geht viel mehr um "Neun Stücke". D. h. von mehreren (wenn auch nicht unbedingt neun) Eigentümern. Diesen gehörten die neun Grundstücke. (Und sie waren übrigens auf etwas lästige Art und Weise miteinander "verbunden": Da die Ackerstücke keine jeweils eigene Zuwegung hatten, waren die Eigentümer darauf angewiesen, über die Äcker der anderen zu fahren, um auf ihr eigenes Gelände zu kommen ...)